Aktuelles

Aktuelle Themen und wichtige Termine – für Sie zusammengestellt

Dienstag, 1. Dezember 2020

Stellenmeldepflicht: Mehr meldepflichtige Berufsarten für das Jahr 2021

Die Liste der meldepflichtigen Berufsarten wird jeweils im vierten Quartal eines Jahres aktualisiert und gilt für die Dauer vom 1. Januar bis 31. Dezember des nachfolgenden Jahres. Für die Unterstellung von Berufsarten unter die Stellenmeldepflicht gilt als einziges Kriterium die Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent in einer Berufsart. Die Quoten werden gesamtschweizerisch und anhand des Durchschnitts über zwölf Monate in Berufsarten gemäss der Schweizerischen Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 des Bundesamtes für Statistik (BFS) berechnet. Am 27. November 2020 wurde nun die Liste der meldepflichtigen Berufsarten für das Jahr 2021 bestätigt. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit ab März 2020, bedingt durch die COVID-19-Krise, hat sich die Zahl der meldepflichtigen Berufsarten für das Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
 
Alle Berufsarten, die im Jahr 2020 meldepflichtig waren, werden dies auch im Jahr 2021 sein. Hinzu kommen weitere Berufsarten aufgrund der erhöhten Arbeitslosigkeit. Die Covid-19-Krise hat sich am stärksten auf personenbezogene Dienstleistungen (z.B. Gast- und Beherbergungsgewerbe, Detailhandel), den Bereich Kunst und Unterhaltung, die Reisebranche (Luftfahrt, Reiseveranstalter) und das verarbeitende Gewerbe (z.B. Uhren und MEM-Industrie) ausgewirkt. Viele der neu meldepflichtigen Berufe stammen aus diesen Bereichen, wie zum Beispiel Köche, Restaurantangestellte, Reinigungsangestellte in Büros, Hotels und anderen Einrichtungen, Event Manager, Sicherheitsangestellte, Taxichauffeure, Schweissfachleute, Uhrenarbeiter oder auch Verkaufs- und Marketingleiter.
 
Die vollständige Liste der ab Januar 2021 meldepflichtigen Berufe findet sich unter:
Donnerstag, 5. November 2020

Coronavirus: Verlängerung des Corona-Erwerbsersatzes auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung

Viele Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sind nach wie vor oder erneut von den Massnahmen gegen das Corona-Virus stark betroffen, auch wenn sie ihr Unternehmen nicht schliessen müssen. Sie können weiterhin Corona-Erwerbsersatz beanspruchen: Mit dem neuen Covid-19 Gesetz hat das Parlament diese Unterstützung verlängert und ausgeweitet. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 4. November 2020 die entsprechenden Verordnungsänderungen verabschiedet. Die neue Regelung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist befristet auf den 30. Juni 2021.
 
Das Covid-19-Gesetz regelt die Fortführung von Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls. Folgende Personen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus eingeschränkt ist, können Corona-Erwerbsersatz beziehen:
 
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung
    Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.      
         
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot
    Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.
        
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse
    Neu haben Personen einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich einschränkt ist und die eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 oder während der tatsächlichen Dauer Ihrer Tätigkeit. Zudem muss das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 mindestens Fr. 10'000.- betragen haben. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden mit Stichproben überprüft.
 
Personen, die einen Erwerbsausfall erleiden und auf welche die oben aufgeführten Situationen zutreffen, müssen bei ihrer AHV-Ausgleichskasse einen Antrag einreichen. Die entsprechenden Formulare stehen auf den Webseiten der Ausgleichskassen bereit. Die Betroffenen können ihre Anträge ab sofort einreichen, werden aber gebeten, sich bis zur Auszahlung der Leistungen noch zu gedulden.
 
Gerne stellen wir Ihnen hier eine Übersicht der Massnahmen bzw. Corona-Erwerbsausfallentschädigungen zur Verfügung.
Montag, 26. Oktober 2020

Vaterschaftsurlaub / Änderung des Erwerbsersatzgesetzes (EO)

In der Volksabstimmung vom 27. September 2020 wurde die Vorlage für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub mit 60,3 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Damit können alle erwerbstätigen Väter innerhalb von sechs Monaten ab Geburt eines Kindes zwei Wochen (10 Arbeitstage) bezahlten Urlaub beziehen, am Stück oder verteilt auf einzelne Tage. Den Arbeitgebern ist es verboten, im Gegenzug die Ferien zu kürzen.
 
Der Erwerbsausfall im Vaterschaftsurlaub wird entschädigt. Dabei gelten die gleichen Grundsätze wie beim Mutterschaftsurlaub. Eine Entschädigung erhalten Väter, die zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, sei es als Arbeitnehmer oder als Selbstständigerwerbender. Sie müssen zudem in den neun Monaten vor der Geburt in der AHV obligatorisch versichert und in dieser Zeit mindestens fünf Monate lang erwerbstätig gewesen sein. Die Entschädigung geht entweder direkt an den Arbeitnehmer oder an den Arbeitgeber, wenn dieser den Lohn während des Urlaubs weiterhin bezahlt.
 
Wie beim Mutterschaftsurlaub beträgt die Entschädigung 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt des Kindes, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Für zwei Wochen Urlaub werden 14 Taggelder ausbezahlt, was einen Höchstbetrag von 2‘744 Franken ergibt.
 
Finanziert wird der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO), also überwiegend mit Beiträgen der Erwerbstätigen und der Arbeitgeber. Das Bundesamt für Sozialversicherungen schätzt die Kosten des Urlaubs bei Inkrafttreten der Vorlage auf rund 230 Millionen Franken pro Jahr. Für deren Finanzierung muss der Beitrag an die EO von heute 0,45 auf 0,50 Lohnprozente erhöht werden. Das ist eine Erhöhung um 50 Rappen pro 1‘000 Franken Lohn. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern übernehmen deren Arbeitgeber die Hälfte davon.
 
Die Vorlage tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. 
Montag, 26. Oktober 2020

Höchstabzüge Säule 3a im Steuerjahr 2021

Nach Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung vom 13. November 1985 über die steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) sind Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen bis jährlich 8 Prozent (Bst. a) bzw. 40 Prozent (Bst. b) des oberen Grenzbetrages nach Artikel 8 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) abziehbar. Der Bundesrat hat die Grenzbeträge der beruflichen Vorsorge mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 angepasst. Der obere Grenzbetrag wurde von 85'320 CHF auf 86'040 CHF erhöht. Damit gelten für den Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) folgende Höchstabzüge:
 
  • Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige mit 2. Säule 6'883 CHF
  • Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige ohne 2. Säule 34'416 CHF
 
Die Höchstabzüge bilden zugleich die massgeblichen Einzahlungslimiten. Aufrundungen bei der Einzahlung sind nicht zulässig.
Montag, 26. Oktober 2020

Zinssätze direkte Bundessteuer für das Kalenderjahr 2021

Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat am 16. Oktober 2020 entschieden, für das Kalenderjahr 2021 die Zinssätze im Vergleich zum Vorjahr unverändert zu belassen. Die Zinssätze werden im Anhang zur Verordnung vom 10. Dezember 1992 über Fälligkeit und Verzinsung der direkten Bundessteuer publiziert und lauten wie folgt:
 
  • Verzugs- und Rückerstattungszins 3 %
  • Vergütungszins für Vorauszahlungen 0 %
Freitag, 3. Juli 2020

Corona-Erwerbsersatz für Selbständigerwerbende wird bis 16.9.2020 verlängert und die Anspruchsberechtigten erweitert

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 beschlossen, dass der Anspruch der direkt oder indirekt von Massnahmen gegen das Corona-Virus betroffenen Selbständigerwerbenden auf Corona-Erwerbsersatz bis zum 16. September verlängert wird und zusätzlich die in ihrer eigenen Firma angestellten Personen im Veranstaltungsbereich, die sich in einer Härtefallsituation befinden, neu ebenfalls Corona-Erwerbsersatz beanspruchen können. Damit trägt er dem Umstand Rechnung, dass viele Betriebe ihre Tätigkeit noch nicht oder noch nicht vollständig aufnehmen können, obwohl die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie ganz oder teilweise aufgehoben wurden.
 
Seit dem 6. Juni sind keine Betriebsschliessungen mehr in Kraft und das Verbot von Veranstaltungen wurde schrittweise gelockert. Gegenwärtig sind nur noch Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen landesweit verboten. Selbständigerwerbende, die davon betroffen sind, haben gegenwärtig noch Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz. Für alle anderen ist dieser Anspruch am 16. Mai oder Anfang Juni ausgelaufen. Obwohl die Einschränkungen gelockert wurden, leiden immer noch viele Betriebe unter Einbussen. Unter diesen Umständen erachtet es der Bundesrat als gerechtfertigt, diesen Selbständigerwerbenden weiterhin zu helfen. Die Betroffenen brauchen keine besonderen Schritte zu unternehmen, die AHV-Ausgleichskassen nehmen die Auszahlung ihres Corona-Erwerbsersatzes wieder auf.
 
Der Bundesrat hat zudem beschlossen, den Kreis der Berechtigten zu erweitern, die diesen Erwerbsersatz beanspruchen können. Die Inhaber von AG oder GmbH, die in ihrer eigenen Firma angestellt sind und im Veranstaltungsbereich arbeiten, erhalten die Leistung ebenfalls. Seit dem 1. Juni 2020 haben sie keinen Anspruch mehr auf die Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung, obwohl der Veranstaltungsbereich weiterhin stark von der Covid-19-Krise betroffen ist. Diese Personen werden nun gleich behandelt wie die indirekt von den Massnahmen gegen das Corona-Virus betroffenen Selbständigerwerbenden. Die Einrichtung dieser neuen Leistung wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Den Berechtigten wird empfohlen bis Mitte Juli zu warten, bevor sie ihren Anspruch bei ihrer AHV-Ausgleichskasse anmelden.
Freitag, 3. Juli 2020

Kurzarbeitsentschädigung: Verlängerung der Bezugsdauer auf 18 Monate

Der Bundesrat hat am 1. Juli 2020 die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) von zwölf auf achtzehn Monate verlängert. Zudem gilt eine Karenzfrist von einem Tag. Diese Verordnungsänderung tritt am 1. September 2020 in Kraft und gilt bis am 31. Dezember 2021.
 
Durch die Verlängerung dieser Höchstbezugsdauer auf achtzehn Monate per 1. September 2020 haben die betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Beschäftigten weiterhin von der Unterstützung der KAE zu profitieren.
 
Der Bundesrat hat weiter eine vom Arbeitgeber zu tragende Karenzfrist von einem Tag vorgesehen. Zudem hat er die Berücksichtigung von Überstunden vor dem KAE wiedereingeführt. Diese Änderungen treten ebenfalls am 1. September 2020 in Kraft. Damit tritt zu diesem Zeitpunkt wieder weitgehend das normale Verfahren zum Bezug von KAE in Kraft, wie es bis zum 1. März 2020 vollzogen worden war.
 
Bis Ende August 2020 können Unternehmen während maximal zwölf Monaten innerhalb von zwei Jahren Kurzarbeitsentschädigung (KAE) geltend machen. Um einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, hat der Bundesrat deshalb die Verlängerung der Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung beschlossen.
Mittwoch, 1. Juli 2020

MWST online abrechnen wird Standard

Im Juni 2018 hatte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) angekündigt, dass die MWST-Abrechnung bald nur noch online eingereicht werden kann. Nun findet im kommenden Jahr der angekündigte Wechsel von der Papierabrechnung zur Onlineabrechnung statt. Die Steuerpflichtigen werden deshalb künftig aufgefordert, die MWST nur noch online zu deklarieren.
 
Um die Onlineabrechnung zu vereinfachen, wird ab dem 1. Januar 2021 neben der bereits bestehenden Vollversion „ESTV SuisseTax“ noch die Möglichkeit der neuen Dienstleistung „MWST Abrechnung easy“ zur Verfügung stehen.
 
Nach Einführung von «MWST Abrechnung easy» wird die Papierabrechnung nur noch auf Bestellung erhältlich sein. Das Bestellformular dazu erhalten Sie mit der Abrechnungsaufforderung. Die Einführung von «MWST Abrechnung easy» auf den 1. Januar 2021 kann sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie jedoch verzögern.
 
Wir werden daher, wo bisher noch nicht erfolgt, Ihre Abrechnung spätestens ab dem 1. Januar 2021 umstellen.
Donnerstag, 28. Mai 2020

«Notlage» im Kanton Basel-Landschaft per 31. Mai 2020 aufgehoben

Der Regierungsrat hebt per 31. Mai 2020 für den Kanton Basel-Landschaft die «Notlage» auf. Mit dem Rückgang der Neuinfektionen und nach verschiedenen Beschlüssen des Bundesrats zur Lockerung der Corona-Massnahmen sind die Voraussetzungen für eine Weiterführung der «Notlage» für den Kanton Basel-Landschaft nicht mehr gegeben, weshalb der Regierungsrat diese per Ende Mai aufhebt. Auf den gleichen Zeitpunkt hin wird der kantonale Pandemieplan deaktiviert.
 
Mit der Öffnung der Wirtschaft und dem schrittweisen Ausstieg des Bundesrats aus den notrechtlichen Unterstützungsmassnahmen beendet auch der Regierungsrat das Massnahmenpaket zur Unterstützung der Baselbieter Wirtschaft. Die Corona-Notverordnung I und «Soforthilfen für die Wirtschaft» werden somit per 31. Mai 2020 aufgehoben. Gesuche um Soforthilfebeiträge müssen bis spätestens am 31. Mai 2020 bei der Standortförderung eingereicht werden, damit sie noch bearbeitet werden können. Unvollständig oder an einem späteren Datum eingereichte Gesuche können nicht mehr berücksichtigt werden. Bei den Unterstützungsbeiträgen an Lehrbetriebe erfolgt die letzte Zahlung im Mai und für den Monat Mai. Danach können keine weiteren Beiträge mehr ausbezahlt werden.
 
Medienmitteilung vom 26.05.2020
Montag, 25. Mai 2020

Schrittweiser Ausstieg aus den COVID-Massnahmen

Der Bundesrat hat am 20.05.2020 den schrittweisen Ausstieg aus den COVID-Massnahmen beschlossen.
 
Diese dienten der Abschwächung negativer Auswirkungen auf Arbeitnehmende infolge der behördlichen Verbote und Anordnungen im Rahmen der ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz. Sie haben dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Einkommen zu erhalten und den betroffenen Betrieben unbürokratisch und so rasch wie möglich Zahlungen zu gewährleisten. Ebenso wurden die kantonalen Durchführungsstellen der Arbeitslosenversicherung administrativ entlastet.
 
Die notrechtlich verordneten Massnahmen werden in Abstimmung mit den Lockerungsetappen zur Öffnung der Wirtschaft schrittweise wie folgt aufgehoben:
 
  • Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen entfällt der ausserordentliche Anspruch auf Kurzarbeit auf Ende Mai. Dies entspricht ungefähr dem Ende der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende, die am 16. Mai aufgehoben wurden.
  • Zum gleichen Zeitpunkt erlischt auch der Anspruch auf Kurzarbeit für Lernende. Im Vordergrund steht hier eine möglichst rasche Fortsetzung der Ausbildung.
  • Weiter wird auch die Voranmeldefrist wieder eingeführt. Diese wurde aufgehoben, da die verordneten Einschränkungen für Unternehmen nicht vorhersehbar waren. Unterdessen sind die bundesrätlichen Massnahmen bekannt und deren Auswirkungen auf die Betriebe besser einschätzbar. Für die Unternehmen ist es somit möglich, die Voranmeldung unter Einhaltung der Voranmeldefrist vorzunehmen. Unternehmen, für welche Kurzarbeit bereits bewilligt wurde, müssen aufgrund dieser Anpassung kein neues Gesuch einreichen.
 
Die übrigen notrechtlichen Massnahmen enden wie vorgesehen per 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19). Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Coronavirus das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten.
 
Medienmitteilung vom 20.05.2020
Donnerstag, 23. April 2020

Kanton Baselland erweitert Soforthilfe für indirekt Betroffene

Der Regierungsrat weitet die nicht rückzahlbare Soforthilfe aus. Neu erhalten auch Unternehmungen einen Pauschalbetrag, die indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen sind. Der Kreis der neu Bezugsberechtigten entspricht dabei den Härtefällen gemäss der Regelung auf Bundesebene. Als Härtefall definiert der Bundesrat selbständig Erwerbende, deren AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10’000 Franken, aber 90’000 Franken nicht übersteigt.
 
Indirekt betroffene selbständig Erwerbende, die gemäss der am 16. April 2020 angepassten COVID-19-Verordnung neu ebenfalls Anspruch auf Erwerbsersatz des Bundes haben, können beim Kanton pauschal 3'000 Franken an nicht rückzahlbarer Soforthilfe beantragen. Die Abwicklung der Gesuche erfolgt analog der bisherigen Soforthilfe. Hierzu verweisen wir auf unsere Mitteilung sowie den Link vom 09.04.2020
 
Medienmitteilung vom 22.04.2020
Montag, 20. April 2020

Bundesrat weitet den Erwerbsersatz-Anspruch auf Härtefälle aus

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auszuweiten. Eine Entschädigung erhalten neu auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer.
 
Durch die behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sind zahlreiche Selbständigerwerbende mit Erwerbseinbussen konfrontiert, obwohl ihre Erwerbstätigkeit nicht verboten ist. Die bisher beschlossenen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Bekämpfung des Coronavirus enthalten für sie keinen Ausgleich, was zu existenziellen Schwierigkeiten führen kann. Um Härtefälle zu vermeiden, weitet der Bundesrat den Corona-Erwerbsersatz auf Selbständigerwerbende aus, die nicht direkt von Betriebsschliessungen oder vom Veranstaltungsverbot betroffen sind. Voraussetzung ist, dass ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10 000 Franken, aber 90 000 Franken nicht übersteigt.
 
Die Entschädigung ist, wie die bereits bestehende Corona-Erwerbsausfallentschädigung, auf 196 Franken pro Tag, also auf 5'880 Franken pro Monat begrenzt. Der Anspruch entsteht rückwirkend ab dem 1. Tag des Erwerbseinbruchs, frühestens ab dem 17.3.2020, und endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Die Ausgleichskassen können unrechtmässig bezogene Leistungen zurückfordern. Das Formular soll ab Montag, 20. April zur Verfügung stehen.
 
Medienmitteilung vom 16.04.2020
Donnerstag, 9. April 2020

Massnahmenpaket mit Soforthilfe für Selbständigerwerbende im Kanton Baselland

Der Kanton Baselland hat am 02.04.2020 das Massnahmenpaket zur Unterstützung der Baselbieter Unternehmen bestätigt und in Kraft gesetzt.
 
Soforthilfe können beantragen:
  1. Juristische Personen, die zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von COVID-19 berechtigt sind;
  2. Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats vom 13. März 2020 einen Erwerbsausfall erleiden.
Die Soforthilfe setzt sich aus einem fixen Beitrag von 7'500 Franken sowie einem variablen Beitrag von 250 Franken pro im Unternehmen arbeitende Person zusammen. Maximal werden pro Unternehmen 10'000 Franken ausbezahlt. Diese kantonalen Soforthilfen müssen nicht zurückbezahlt werden.
 
Ausserdem werden Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, mit einem Pauschalbetrag pro Lernenden unterstützt. Der Bund hat bereits die Entschädigung für Kurzarbeit auf Lernende ausgeweitet. Mit dem kantonalen Betrag von monatlich 450 Franken pro Lernenden werden Betriebe mit Kurzarbeit von nicht gedeckten Lohnkosten sowie von Kosten für überbetriebliche Kurse entlastet.
 
Mit dem folgenden Link gelangen Sie zu den detaillierten Informationen und dem Gesuchsformular.
Donnerstag, 9. April 2020

Sofortmassnahmen des Kantons Basel-Stadt zur Unterstützung der selbständig Erwerbenden

Der Kanton Basel-Stadt am 31.03.2020 beschlossen, mit Wirkung ab dem 01.04.2020 Entschädigungen an Selbständige auszurichten, welche nicht die vom Bund vorgegebenen Kriterien für Erwerbsersatzleistungen erfüllen, die aber auch wegen der Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden. Die Unterstützung gilt zunächst bis zum 31.05.2020.
 
Der Antrag ist beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt zu stellen.
 
Mit dem folgenden Link gelangen Sie direkt zum Antragsformular und der E-Mail-Adresse für die Einreichung:
 
Sofern wir Sie mit bestimmten Angaben unterstützen können, melden Sie sich gerne.
Dienstag, 24. März 2020

Informationen zum Massnahmenpaket des Bundesrats zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen

Liebe Mandantinnen und Mandanten
 
Wir erleben gerade enorm herausfordernde Zeiten. Alles ist plötzlich in Frage gestellt. Viele Lieferketten in der ganzen Welt sind unterbrochen. Auch in unserem Land sind drastische Maßnahmen ergriffen worden. Zahlreiche Betriebe und Behörden fahren aktuell ihren Geschäftsbetrieb herunter oder wurden gar zur Schließung gezwungen. Wie und wann dies endet, ist gegenwärtig völlig offen.
 
Wir versuchen, so lange wie eben möglich und erlaubt für all unsere Mandaten Ansprechpartner zu bleiben. Um die Infektionsgefahr möglichst klein zu halten, werden wir bis auf weiteres lediglich Telefontermine anbieten, um die wichtigen Fragen für Sie klären zu können.
 
Lediglich zur Abgabe von Unterlagen in größeren Taschen oder Ordnern bleibt unser Empfang noch geöffnet. Weitere Termine bzw. Besuche sollen bis auf weiteres vermieden werden.
 
Der Bundesrat hat am 20. März 2020 zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ergänzend zu den bisher bereits beschlossenen Massnahmen ein weiteres umfassendes Massnahmenpaket beschlossen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Auch im Kultur- und Sportbereich wurden Massnahmen ergriffen, um Konkurse zu verhindern und einschneidende finanziellen Folgen abzufedern. Mit den neuen Massnahmen sollen Härtefälle soweit wie möglich vermieden und die betroffenen Personen und Branchen im Bedarfsfall möglichst unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt werden.
 
Die wichtigsten Massnahmen haben wir Ihnen in der Anlage zusammengefasst, damit Sie auch die für Ihre Situation passende Unterstützungen finden können. Diese Massnahmen werden sicherlich noch weiter ausgebaut und präzisiert. 
 
Natürlich unterstützen wir Sie gerne, wo immer wir können.
 
Wir wünschen Ihnen weiterhin gutes Durchhalten und dass Sie gesund bleiben!
 
Ihr Team der

Vitan Treuhand GmbH

Dienstag, 18. Februar 2020

Wir ziehen um!

Sehr geehrte Damen und Herren
 
Ab dem 25. Februar 2020 dürfen wir Sie in unserem neuen und grösseren Büro begrüssen.
Unsere neue Anschrift lautet dann:
 
VITAN Treuhand GmbH
Lörracherstrasse 60
4125 Riehen
 
Sie sehen, es ändert sich nur die Hausnummer. Wir hatten das Glück, direkt im Nebengebäude unseres bisherigen Standorts schöne und helle Räumlichkeiten zu finden, die uns ein kontinuierliches Wachstum, die künftige Weiterentwicklung sowie ein angenehmeres Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter ermöglichen.
 
Bitte berücksichtigen Sie unsere neue Anschrift für den künftigen Schriftverkehr mit uns. An den sonstigen Kontaktmöglichkeiten ändert sich für Sie nichts. Telefonisch, per E-Mail und Fax sind wir unter den bestehenden Nummern und Adressen für Sie erreichbar.
 
Lediglich während des Umzugs wird unsere Erreichbarkeit kurzzeitig eingeschränkt sein, da wir unsere Telefonanlage und Netzwerk-Komponenten umziehen müssen. Vom 20. Februar bis zum 25. Februar werden wir daher nur dringende Anfragen bearbeiten. Am 24./25. Februar besteht nur eine eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit.
 
Wir freuen uns sehr auf die neuen Räumlichkeiten und darauf, Sie bei der nächsten Gelegenheit dort zu begrüssen.
 
Ihr Team der

Vitan Treuhand GmbH

Donnerstag, 16. Januar 2020

Online-Rückforderungsantrag der Verrechnungssteuer für Deutschland

Für Rückerstattungsanträge der schweizerischen Verrechnungssteuer durch in Deutschland ansässige Personen steht ab dem 31. Januar 2020 eine Online-Applikation der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) zur Verfügung.

 

Die Applikation steht auf der Webseite der ESTV (www.estv.admin.ch) zur Verfügung. Sie gilt für Rückerstattungsanträge aus Deutschland auf Erträgen mit Fälligkeiten ab dem 1. Januar 2020 und ersetzt das Formular 85. Dieses Formular ist nur noch für Rückerstattungsanträge auf Erträgen mit Fälligkeit bis 31. Dezember 2019 gültig.

 

Die Applikation reduziert die Fehlerquellen beim Einreichen und beschleunigt die Rückerstattung. Sie kann auch von dafür delegierten Treuhändern und Banken genutzt werden. Nach einmaliger Registrierung lassen sich der Rückerstattungsantrag elektronisch erfassen und Beilagen direkt hochladen.

 

Aus rechtlichen Gründen ist es weiterhin erforderlich, den Antrag auszudrucken und durch das zuständige deutsche Finanzamt unterzeichnen zu lassen. Der unterzeichnete Antrag muss der ESTV per Post zugestellt werden. Die mittels Online-Applikation erfassten Anträge gelten erst dann als eingereicht, wenn der ausgedruckte Antrag rechtsgültig unterzeichnet und fristgerecht bei der ESTV eingetroffen ist.
Mittwoch, 11. Dezember 2019

ESTV publiziert Kreisschreiben 48 «Verwirkung des Anspruchs von natürlichen Personen auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer gemäss Artikel 23 VStG»

Am 4. Dezember 2019 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) das Kreisschreiben 48 betreffend die Verwirkung des Rückerstattungsanspruchs der Verrechnungssteuer von natürlichen Personen publiziert.

 

Gemäss dem Kreisschreiben gilt die Deklarationspflicht (Voraussetzung für Rückerstattung der Verrechnungssteuer) auch dann als erfüllt, wenn die der Verrechnungssteuer unterliegenden Einkünfte zwar nicht in der Steuererklärung, sondern nachträglich in einem noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Veranlagungs-, Revisions- oder Nachsteuerverfahren durch die steuerpflichtige Person deklariert oder von der zuständigen Steuerbehörde aus eigener Feststellung zu den Einkünften oder zum Vermögen hinzugerechnet werden (Art. 23 Abs. 2 VStG). Voraussetzung dafür ist, dass die Deklaration der Steuerfaktoren lediglich fahrlässig unterlassen worden ist.

 

Das neue Kreisschreiben definiert den Begriff der Fahrlässigkeit als pflichtwidrige Unvorsichtigkeit unter Berücksichtigung der Umstände und den persönlichen Verhältnissen (Bildung, Erfahrung, Intellekt). Sofern die fahrlässige Nicht-Deklaration aus den Akten erkennbar ist, gewährt die Steuerbehörde die Rückerstattung ohne weitere Überprüfung. Ansonsten muss die steuerpflichtige Person darlegen oder zumindest glaubhaft machen, dass die Unterlassung fahrlässig war. Der Untergang des Rückerstattungsanspruches nach 3 Kalenderjahren (Art. 32 Abs. 1 VStG) sowie die neue 60-tätige Frist nach Art. 32. Abs. 2 VStG kommen weiterhin unverändert zur Anwendung. Der neu eingefügte Absatz 2 des Art. 23 VStG kann auch bei Veranlagungen nach pflichtgemässen Ermessen zur Anwendung kommen. Zuletzt ist das Meldeverfahren mit Art. 23 Abs. 2 VStG nicht ausgeschlossen, wenn sämtliche übrige Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Der neue Absatz 2 des Artikels 23 VStG ist anwendbar für Ansprüche seit 1. Januar 2014, über die noch nicht rechtskräftig entscheiden worden ist (Art. 70d VStG). Das Kreisschreiben Nr. 40 gilt weiterhin für Fälle, die unter das alte Recht fallen.

 

Das Kreisschreiben ist hier abrufbar.

Montag, 4. November 2019

Höhere AHV-Beiträge auf dem Lohn ab 1. Januar 2020

Am 19. Mai 2019 hat die Schweizer Stimmbevölkerung das Bundesgesetz über die Steuer­reform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen. Diesestritt nach Bundesratsbeschluss am 1. Januar 2020 in Kraft. Ab diesem Datum fliessen zusätzlich rund CHF 2 Milliarden pro Jahr in die AHV, wovon CHF 800 Mio. aus der Bundeskasse stammen, den Rest finanzieren Unternehmen und Versicherte über höhere Beiträge.


Die neuen Beitragssätze ab 1. Januar 2020 wurden wie folgt festgesetzt:

 

 
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Total
AHV neu
bisher 
4.35%
4.2%
4.35%
4.2%
8.7%
8.4%
IV
0.7%
0.7%
1.4%
EO
0.225%
0.225%
0.45%
Total AHV/IV/EO neu
bisher 
5.275%
5.125%
5.275%
5.125%
10.55%
10.25%

 

Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige
Für Selbständigerwerbende gelten ab 2020 abgestufte AHV/IV/EO-Beitragssätze von 5,344 bis 9,95 Prozent (bisher 5,196 bis 9,65 Prozent).
Der Mindestbeitrag AHV/IV/EO steigt von CHF 482.00 auf CHF 496.00.
 
Nichterwerbstätige
Für Nichterwerbstätige steigt der Mindestbeitrag AHV/IV/EO von CHF 482.00 auf CHF 496.00.
Dienstag, 29. Oktober 2019

Zinssätze Direkte Bundessteuer 2020

Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat am 10. Oktober 2019 entschieden, für das Kalenderjahr 2020 die Zinssätze im Vergleich zum Vorjahr unverändert zu belassen. Die Zinssätze werden im Anhang zur Verordnung vom 10. Dezember 1992 über Fälligkeit und Verzinsung der direkten Bundessteuer publiziert und lauten wie folgt:
 
• Verzugs- und Rückerstattungszins           3 %
• Vergütungszins für Vorauszahlungen      0 %
Dienstag, 29. Oktober 2019

Steuerabzug der gebundenen Vorsorge – Säule 3a

Gemäss dem Rundschreiben der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) vom 22. Oktober 2019 bleibt der Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) für das Steuerjahr 2020 unverändert. Es gelten – gleich wie im Vorjahr – folgende Höchstabzüge:
 
• Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige mit 2. Säule        CHF 6 826.–
• Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige ohne 2. Säule    CHF 34 128.–
 
Die Höchstabzüge bilden zugleich die massgeblichen Einzahlungslimiten. Aufrundungen bei der Einzahlung sind nicht zulässig.
Mittwoch, 3. Juli 2019

Vereinfachte Besteuerung der privaten Nutzung von Geschäftsfahrzeugen

Bern, 28.06.2019 - Die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs soll gemäss Beschluss der Eidgenössischen Räte mit einer Pauschale besteuert werden können, die neu auch die Fahrkosten zum Arbeitsort umfasst. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat hierzu am 28. Juni 2019 eine Verordnungsänderung in die Vernehmlassung geschickt.
 
Das EFD schlägt in der Änderung der Berufskostenverordnung vor, dass die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs neu pro Monat mit 0,9 Prozent des Fahrzeugkaufpreises besteuert werden soll statt mit 0,8 Prozent wie bisher. Im Gegenzug entfallen die Aufrechnung für den Arbeitsweg und der Fahrkostenabzug. Dazu entfällt für Arbeitgeber die Pflicht, den Anteil Aussendienst auf dem Lohnausweis zu deklarieren. Die Vorlage regelt das Vorgehen bei der direkten Bundessteuer und ist so ausgestaltet, dass sie für einen Geschäftsfahrzeuginhaber bei einem Fahrzeugkaufpreis von 50'000 Franken, 30 Kilometer täglichem Arbeitsweg und rund 50 Prozent Aussendienstanteil aufkommensneutral ausfällt.
 
Die Kantone entscheiden autonom, wie sie die leicht erhöhte Pauschale bei den kantonalen Steuern umsetzen. Aufgrund des einheitlichen Lohnausweises kann davon ausgegangen werden, dass die 0,9 Prozent auch von den Kantonen übernommen werden.
 
Trotz der Änderung bleibt es weiterhin möglich, effektiv abzurechnen und den Fahrkostenabzug geltend zu machen.
Mittwoch, 3. Juli 2019

Neuer Einzahlungsschein mit QR-Code ab Juni 2020

Die QR-Rechnung, die ab 30. Juni 2020 alle heutigen Schweizer Einzahlungsscheine sukzessive ersetzt, ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Zahlungsverkehrs in einer digitalen Schweiz. Die QR-Rechnung weist den QR-Code mit einem Schweizer Kreuz als Erkennungsmerkmal auf. Der Swiss QR Code enthält alle für die Zahlung notwendigen Informationen. Der Swiss QR Code bildet zusammen mit den aufgedruckten Informationen den Zahlteil der QR-Rechnung im Format A6. Er eignet sich für die Rechnungsstellung in CHF und in EUR und erfüllt vollumfänglich die regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit der revidierten Geldwäschereiverordnung.
 
Während einer möglichst kurzen Übergangszeit können neben den QR-Rechnungen auch die heutigen Einzahlungsscheine verwendet werden. Damit haben Rechnungssteller die Möglichkeit, die Umstellung zu einem für sie passenden Zeitpunkt vorzunehmen. Alle Marktteilnehmer müssen zum Zeitpunkt, wenn Rechnungssteller erste QR-Rechnungen verschicken können – d.h. ab 30. Juni 2020 –, technisch in der Lage sein, QR-Rechnungen zu bezahlen (grössere Datenfelder).
 
Sämtliche Zahlungsinformationen können beispielsweise per Smartphone oder Lesegerät erfasst und via E-/M-Banking an die Bank gesendet werden. Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten wird reduziert. Der Zahlteil kann aber auch am Postschalter zur Zahlung verwendet werden.
 
Mehr Informationen zur Einführung der QR-Rechnung sind abrufbar unter: www.paymentstandards.ch
Montag, 24. Juni 2019

Bundesrat will elektronische Steuererklärung ohne Unterschrift ermöglichen

Bern, 21.06.2019 - Der Bundesrat will auf die Verpflichtung zur Unterzeichnung der elektronisch eingereichten Steuererklärung verzichten. Zudem möchte er in einzelnen Steuerbereichen die Unternehmen zur elektronischen Einreichung der Unterlagen verpflichten können. Der Bundesrat hat dazu an seiner Sitzung vom 21. Juni 2019 die Vernehmlassung eröffnet.
 
Der Bundesrat schlägt vor, dass bei der elektronischen Steuererklärung auf die Unterschrift verzichtet werden kann. Dies sowohl auf Kantons- wie auch auf Bundesebene.
 
Im Bereich der indirekten Steuern auf eidgenössischer Ebene (Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Mehrwertsteuer) sowie im Bereich der internationalen Amtshilfe soll der Bundesrat die betroffenen Personen zum elektronischen Verkehr mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) verpflichten können.
 
Mit dieser Vorlage soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. Damit wird auch die vom Parlament überwiesene Motion Schmid (17.3371) umgesetzt, welche die Pflicht zur Unterzeichnung der Steuererklärung beseitigen möchte.
Dienstag, 21. Mai 2019

Volksabstimmung zum Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF)

Bei einer Stimmbeteiligung von 42,7 % haben die Schweizer Stimmberechtigten anlässlich der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) mit 66,4 % Ja-Stimmen gegen 33,6 % Nein-Stimmen angenommen. Es soll bereits per 01.01.2020 in Kraft treten.
 
Die Reform der Unternehmensbesteuerung ist notwendig, weil gewisse Steuerprivilegien nicht mehr internationalen Anforderungen entsprechen.
 
Steuerprivilegien für überwiegend international tätige Unternehmen (Holding, gemischte Gesellschaft und Domizilgesellschaft) werden abgeschafft. Künftig gelten für alle Unternehmen die gleichen Besteuerungsregeln. Damit die Schweiz weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt, werden Investitionen in Forschung und Entwicklung künftig mit neuen steuerlichen Sonderregelungen gefördert. Die Kantone erhalten vom Bund zudem zusätzliche Mittel aus der direkten Bundessteuer, um bei Bedarf ihre Gewinnsteuern zu senken. Sie setzen die Reform nach ihren Bedürfnissen autonom um und gelten den Städten und Gemeinden allfällige geringere Steuereinnahmen ab. Mit der Steuerreform werden Arbeitsplätze sowie mittel- und längerfristig Steuereinnahmen gesichert.
 
Im Sinne eines sozialen Ausgleichs werden die neuen steuerlichen Sonderregelungen für Unternehmen durch Massnahmen zur Finanzierung der AHV ergänzt. Die finanzielle Lage der AHV verschlechtert sich zusehends, weil die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. Die Vorlage stellt sicher, dass der AHV bereits ab 2020 pro Jahr zusätzlich 2 Milliarden Franken zufliessen werden. Von den Mehreinnahmen steuert der Bund rund 800 Millionen Franken bei. Die restlichen 1,2 Milliarden Franken tragen die Unternehmen und die Versicherten. Erstmals seit über 40 Jahren werden die Beiträge für die AHV leicht angehoben. Die Erhöhung beträgt 0,3 Prozentpunkte. Der Beitragssatz von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden wird um je 0,15 Prozent erhöht, also um je 1,50 Franken auf 1000 Franken Lohn.
 
Mit der Vorlage wird die Finanzierungslücke bei der AHV wesentlich verkleinert. Trotzdem bleibt die geplante strukturelle Reform der AHV (AHV 21) unumgänglich, um die AHV finanziell zu stabilisieren.
Mittwoch, 13. März 2019

Steuerkompromiss in Kraft

Am 10. Februar 2019 wurde der Basler Steuerkompromiss mit 79 Prozent Ja-Anteil angenommen. Der Regierungsrat setzt die einzelnen Massnahmen so rasch wie möglich in Kraft. Der Kanton Basel-Stadt ist somit der erste Kanton, der über die vollständige Umsetzung der AHV-Steuervorlage des Bundes beschlossen hat. Einzelne Elemente - darunter die Patentbox - treten unter der Bedingung in Kraft, dass die AHV-Steuervorlage des Bundes in der Abstimmung vom 19. Mai 2019 angenommen wird.
 
Frühestmögliche Inkraftsetzung der einzelnen Massnahmen:
Die einzelnen Massnahmen treten jeweils auf den frühestmöglichen Zeitpunkt in Kraft, die Zeitpunkte unterscheiden sich aber im Einzelnen:
  • Bereits rückwirkend per 1. Januar 2019 wird der Einkommenssteuersatz gesenkt und wird der Abzug für selbstbezahlte Krankenkassenprämien erhöht. Auf den gleichen Zeitpunkt werden der Gewinnsteuersatz und der Kapitalsteuersteuersatz gesenkt sowie Übergangsregeln für Statusgesellschaften eingeführt. Damit spüren Bevölkerung und Unternehmen den ersten Schritt der Steuerentlastung bereits im Steuerjahr 2019.
 
Dies bedingt auch eine rückwirkende Anpassung der Quellensteuersätze bei natürlichen Personen.
  • Die Prämienverbilligungen werden auf den nächstmöglichen Zeitpunkt, nämlich per 1. Juli 2019 erhöht. Die Erhöhung der Teilbesteuerung der Dividenden und die Erhöhung der Familienzulagen treten per 1. Januar 2020 in Kraft. Eine frühere Inkraftsetzung dieser Massnahmen ist wegen der zeitlichen Verzögerung infolge des Referendums nicht möglich.
  • Die Patentbox und weitere mit der Bundesreform verknüpfte Elemente treten per 1. Januar 2020 in Kraft, sofern die AHV-Steuervorlage des Bundes in der Abstimmung vom 19. Mai 2019 angenommen wird.
 
26.02.2019 (14:00) – Medienmitteilung
Mittwoch, 6. März 2019

Neuer Lohnrechner für Entsendefirmen

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat am 5. März 2019 den nationalen Lohnrechner publiziert. Das neue Online-Tool zur Bestimmung der orts-, berufs- und branchenüblichen Löhne in der Schweiz erleichtert den Vollzug der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr.
 
Das SECO entwickelte den nationalen Lohnrechner in enger Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA). Er ist eng auf die Bedürfnisse der Vollzugsorgane der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU zugeschnitten. So liefert er ausländischen Betrieben, welche im Rahmen des Freizügigkeitsabkommen Personal in die Schweiz entsenden, Anhaltspunkte zu den üblichen Löhnen in der Schweiz. Zudem ist er ein wichtiges Arbeitsinstrument für die kantonalen tripartiten Kommissionen, welche vom Gesetzgeber beauftragt wurden, den Arbeitsmarkt zu beobachten und Missbräuche zu bekämpfen.
 
Der Lohnrechner erhöht die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt – nicht zuletzt auch für ausländische Entsendebetriebe – und trägt zu einem effizienten Vollzug der flankierenden Massnahmen bei. Der Lohnrechner ist auf der Entsendeplattform (www.entsendung.admin.ch/Lohnrechner) abrufbar. Er ergänzt den bereits bestehenden Mindestlohnrechner für Entsendungen in Branchen mit allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen.
Dienstag, 25. September 2018

Anpassungen in der 1., 2. und 3. Säule per 01.01.2019

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21.09.0218 beschlossen, dass die AHV/IV-Renten werden per 1. Januar 2019 der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden.
 
Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1'175 auf 1'185 CHF pro Monat, die Maximalrente von 2'350 auf 2'370 CHF (Beträge bei voller Beitragsdauer). Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 19'290 CHF auf 19'450 CHF pro Jahr für Alleinstehende, von 28'935 CHF auf 29’175 CHF für Ehepaare und von 10'080 CHF auf 10'170 CHF für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.
 
Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nichterwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von 478 CHF auf 482 CHF pro Jahr erhöht, der Mindestbeitrag für die freiwillige AHV/IV von 914 CHF auf 922 CHF.
 
Hierdurch ändern sich die Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge wie folgt:
 
                                                                       Bisher              ab 01.01.2019
  Eintrittsschwelle:                              21‘150 CHF                   21‘330 CHF
  Koordinationsabzug:                        24‘675 CHF                  24‘885 CHF
  BVG-Obergrenze:                              84‘600 CHF                  85‘320 CHF
  Minimal versicherter Lohn                3‘525 CHF                    3‘555 CHF
  Maximal versicherter Lohn:            59‘925 CHF                  60‘435 CHF
 
Montag, 10. September 2018

Erfreuliche Kehrtwende bei der RTV-Abgabe

Mit der letzten MWST-Abrechnung hatten wir Sie über Neuerungen bei der MWST Schweiz informiert und auf die neue Abgabe für Radio und Fernsehen (RTV-Abgabe) ab dem Jahr 2019 hingewiesen. Die RTV-Abgabe sollte für alle in der Schweiz MWST-pflichtigen Unternehmen anfallen.
 
Am 30. August 2018 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hierzu jedoch eine erfreuliche Kehrtwende gemacht und beschlossen, dass ausländische Unternehmen, die keine Niederlassung in der Schweiz haben, nun doch nicht von der RTV-Abgabe betroffen sein sollen. D.h. ausländische Unternehmen ohne Sitz und ohne Betriebsstätte in der Schweiz, aber mit MWST-Pflicht in der Schweiz, werden nicht RTV-abgabepflichtig.
 
Für mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen mit einer Niederlassung in der Schweiz bleibt die Regelung dagegen unverändert: Bei einem weltweiten Mindestumsatz von CHF 500‘000 müssen sie die RTV-Abgabe entrichten.
 
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.
Dienstag, 3. Juli 2018

Online-MWST-Abrechnung wird zum Standard

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat angekündigt, dass die MWST-Abrechnungen demnächst nur noch online eingereicht werden können. Wir gehen davon aus, dass die Umstellung auf die Online-MWST-Abrechnung bereits ab nächstem Jahr erfolgen wird. Das Papierformular wird somit abgelöst. Nur in Ausnahmefällen wird es in Zukunft möglich sein, dieses bei der ESTV zu bestellen und einzureichen.
 
Daher werden wir auch Ihre MWST-Abrechnungen in den nächsten Monaten gerne auf das Online-Verfahren umstellen.
Mittwoch, 25. Oktober 2017

Info-Kompakt "Umsatzsteuerliche Änderungen in der Schweiz ab 2018 und was vor allem Handwerker zu beachten haben"

Schweizer Kunden schätzen die hohe Handwerksqualität und die Zuverlässigkeit deutscher Betriebe und richten daher auch zunehmend Anfragen an Dienstleister aus Deutschland. Wer solche Aufträge annehmen will, sollte sich aber vorher mit den vielfältigen Bestimmungen, die ausländische Betriebe in der Schweiz beachten müssen und die schon bei der Kalkulation der Kosten eine wichtige Rolle spielen, vertraut machen.
 
Jürgen Brombacher und Ivan Sasso von der VITAN Treuhand in Weil am Rhein und Riehen geben einen Überblick über die aktuellen Regelungen in der Schweiz und in Deutschland.
 
Frau Dr. Pertschy, EU-Beraterin bei der Handwerkskammer, wird die Veranstaltung ergänzen mit Details zu melderechtlichen Bestimmungen, welche bei der Auftragsabwicklung in der Schweiz zu beachten sind.
 
Die Veranstaltung findet im Vortragsraum der Sparkasse Markgräflerland, Hauptstraße 279 in Weil am Rhein statt.
 
Die Unterlagen der Präsentationen können Sie bei Interesse gerne bei uns anfordern.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an!  Telefon + 41 61 645 50 60

Vitan Treuhand-GmbH | Vitan Revisions-GmbH | Hauptstrasse 29 | 79576 Weil am Rhein | www.vitan.de | info@vitan.de

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