Aktuelles

Aktuelle Themen und wichtige Termine – für Sie zusammengestellt

Mittwoch, 3. Juli 2019

Vereinfachte Besteuerung der privaten Nutzung von Geschäftsfahrzeugen

Bern, 28.06.2019 - Die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs soll gemäss Beschluss der Eidgenössischen Räte mit einer Pauschale besteuert werden können, die neu auch die Fahrkosten zum Arbeitsort umfasst. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat hierzu am 28. Juni 2019 eine Verordnungsänderung in die Vernehmlassung geschickt.
 
Das EFD schlägt in der Änderung der Berufskostenverordnung vor, dass die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs neu pro Monat mit 0,9 Prozent des Fahrzeugkaufpreises besteuert werden soll statt mit 0,8 Prozent wie bisher. Im Gegenzug entfallen die Aufrechnung für den Arbeitsweg und der Fahrkostenabzug. Dazu entfällt für Arbeitgeber die Pflicht, den Anteil Aussendienst auf dem Lohnausweis zu deklarieren. Die Vorlage regelt das Vorgehen bei der direkten Bundessteuer und ist so ausgestaltet, dass sie für einen Geschäftsfahrzeuginhaber bei einem Fahrzeugkaufpreis von 50'000 Franken, 30 Kilometer täglichem Arbeitsweg und rund 50 Prozent Aussendienstanteil aufkommensneutral ausfällt.
 
Die Kantone entscheiden autonom, wie sie die leicht erhöhte Pauschale bei den kantonalen Steuern umsetzen. Aufgrund des einheitlichen Lohnausweises kann davon ausgegangen werden, dass die 0,9 Prozent auch von den Kantonen übernommen werden.
 
Trotz der Änderung bleibt es weiterhin möglich, effektiv abzurechnen und den Fahrkostenabzug geltend zu machen.
Mittwoch, 3. Juli 2019

Neuer Einzahlungsschein mit QR-Code ab Juni 2020

Die QR-Rechnung, die ab 30. Juni 2020 alle heutigen Schweizer Einzahlungsscheine sukzessive ersetzt, ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Zahlungsverkehrs in einer digitalen Schweiz. Die QR-Rechnung weist den QR-Code mit einem Schweizer Kreuz als Erkennungsmerkmal auf. Der Swiss QR Code enthält alle für die Zahlung notwendigen Informationen. Der Swiss QR Code bildet zusammen mit den aufgedruckten Informationen den Zahlteil der QR-Rechnung im Format A6. Er eignet sich für die Rechnungsstellung in CHF und in EUR und erfüllt vollumfänglich die regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit der revidierten Geldwäschereiverordnung.
 
Während einer möglichst kurzen Übergangszeit können neben den QR-Rechnungen auch die heutigen Einzahlungsscheine verwendet werden. Damit haben Rechnungssteller die Möglichkeit, die Umstellung zu einem für sie passenden Zeitpunkt vorzunehmen. Alle Marktteilnehmer müssen zum Zeitpunkt, wenn Rechnungssteller erste QR-Rechnungen verschicken können – d.h. ab 30. Juni 2020 –, technisch in der Lage sein, QR-Rechnungen zu bezahlen (grössere Datenfelder).
 
Sämtliche Zahlungsinformationen können beispielsweise per Smartphone oder Lesegerät erfasst und via E-/M-Banking an die Bank gesendet werden. Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten wird reduziert. Der Zahlteil kann aber auch am Postschalter zur Zahlung verwendet werden.
 
Mehr Informationen zur Einführung der QR-Rechnung sind abrufbar unter: www.paymentstandards.ch
Montag, 24. Juni 2019

Bundesrat will elektronische Steuererklärung ohne Unterschrift ermöglichen

Bern, 21.06.2019 - Der Bundesrat will auf die Verpflichtung zur Unterzeichnung der elektronisch eingereichten Steuererklärung verzichten. Zudem möchte er in einzelnen Steuerbereichen die Unternehmen zur elektronischen Einreichung der Unterlagen verpflichten können. Der Bundesrat hat dazu an seiner Sitzung vom 21. Juni 2019 die Vernehmlassung eröffnet.
 
Der Bundesrat schlägt vor, dass bei der elektronischen Steuererklärung auf die Unterschrift verzichtet werden kann. Dies sowohl auf Kantons- wie auch auf Bundesebene.
 
Im Bereich der indirekten Steuern auf eidgenössischer Ebene (Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Mehrwertsteuer) sowie im Bereich der internationalen Amtshilfe soll der Bundesrat die betroffenen Personen zum elektronischen Verkehr mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) verpflichten können.
 
Mit dieser Vorlage soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. Damit wird auch die vom Parlament überwiesene Motion Schmid (17.3371) umgesetzt, welche die Pflicht zur Unterzeichnung der Steuererklärung beseitigen möchte.
Dienstag, 21. Mai 2019

Volksabstimmung zum Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF)

Bei einer Stimmbeteiligung von 42,7 % haben die Schweizer Stimmberechtigten anlässlich der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) mit 66,4 % Ja-Stimmen gegen 33,6 % Nein-Stimmen angenommen. Es soll bereits per 01.01.2020 in Kraft treten.
 
Die Reform der Unternehmensbesteuerung ist notwendig, weil gewisse Steuerprivilegien nicht mehr internationalen Anforderungen entsprechen.
 
Steuerprivilegien für überwiegend international tätige Unternehmen (Holding, gemischte Gesellschaft und Domizilgesellschaft) werden abgeschafft. Künftig gelten für alle Unternehmen die gleichen Besteuerungsregeln. Damit die Schweiz weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt, werden Investitionen in Forschung und Entwicklung künftig mit neuen steuerlichen Sonderregelungen gefördert. Die Kantone erhalten vom Bund zudem zusätzliche Mittel aus der direkten Bundessteuer, um bei Bedarf ihre Gewinnsteuern zu senken. Sie setzen die Reform nach ihren Bedürfnissen autonom um und gelten den Städten und Gemeinden allfällige geringere Steuereinnahmen ab. Mit der Steuerreform werden Arbeitsplätze sowie mittel- und längerfristig Steuereinnahmen gesichert.
 
Im Sinne eines sozialen Ausgleichs werden die neuen steuerlichen Sonderregelungen für Unternehmen durch Massnahmen zur Finanzierung der AHV ergänzt. Die finanzielle Lage der AHV verschlechtert sich zusehends, weil die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. Die Vorlage stellt sicher, dass der AHV bereits ab 2020 pro Jahr zusätzlich 2 Milliarden Franken zufliessen werden. Von den Mehreinnahmen steuert der Bund rund 800 Millionen Franken bei. Die restlichen 1,2 Milliarden Franken tragen die Unternehmen und die Versicherten. Erstmals seit über 40 Jahren werden die Beiträge für die AHV leicht angehoben. Die Erhöhung beträgt 0,3 Prozentpunkte. Der Beitragssatz von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden wird um je 0,15 Prozent erhöht, also um je 1,50 Franken auf 1000 Franken Lohn.
 
Mit der Vorlage wird die Finanzierungslücke bei der AHV wesentlich verkleinert. Trotzdem bleibt die geplante strukturelle Reform der AHV (AHV 21) unumgänglich, um die AHV finanziell zu stabilisieren.
Mittwoch, 13. März 2019

Steuerkompromiss in Kraft

Am 10. Februar 2019 wurde der Basler Steuerkompromiss mit 79 Prozent Ja-Anteil angenommen. Der Regierungsrat setzt die einzelnen Massnahmen so rasch wie möglich in Kraft. Der Kanton Basel-Stadt ist somit der erste Kanton, der über die vollständige Umsetzung der AHV-Steuervorlage des Bundes beschlossen hat. Einzelne Elemente - darunter die Patentbox - treten unter der Bedingung in Kraft, dass die AHV-Steuervorlage des Bundes in der Abstimmung vom 19. Mai 2019 angenommen wird.
 
Frühestmögliche Inkraftsetzung der einzelnen Massnahmen:
Die einzelnen Massnahmen treten jeweils auf den frühestmöglichen Zeitpunkt in Kraft, die Zeitpunkte unterscheiden sich aber im Einzelnen:
  • Bereits rückwirkend per 1. Januar 2019 wird der Einkommenssteuersatz gesenkt und wird der Abzug für selbstbezahlte Krankenkassenprämien erhöht. Auf den gleichen Zeitpunkt werden der Gewinnsteuersatz und der Kapitalsteuersteuersatz gesenkt sowie Übergangsregeln für Statusgesellschaften eingeführt. Damit spüren Bevölkerung und Unternehmen den ersten Schritt der Steuerentlastung bereits im Steuerjahr 2019.
 
Dies bedingt auch eine rückwirkende Anpassung der Quellensteuersätze bei natürlichen Personen.
  • Die Prämienverbilligungen werden auf den nächstmöglichen Zeitpunkt, nämlich per 1. Juli 2019 erhöht. Die Erhöhung der Teilbesteuerung der Dividenden und die Erhöhung der Familienzulagen treten per 1. Januar 2020 in Kraft. Eine frühere Inkraftsetzung dieser Massnahmen ist wegen der zeitlichen Verzögerung infolge des Referendums nicht möglich.
  • Die Patentbox und weitere mit der Bundesreform verknüpfte Elemente treten per 1. Januar 2020 in Kraft, sofern die AHV-Steuervorlage des Bundes in der Abstimmung vom 19. Mai 2019 angenommen wird.
 
26.02.2019 (14:00) – Medienmitteilung
Mittwoch, 6. März 2019

Neuer Lohnrechner für Entsendefirmen

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat am 5. März 2019 den nationalen Lohnrechner publiziert. Das neue Online-Tool zur Bestimmung der orts-, berufs- und branchenüblichen Löhne in der Schweiz erleichtert den Vollzug der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr.
 
Das SECO entwickelte den nationalen Lohnrechner in enger Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA). Er ist eng auf die Bedürfnisse der Vollzugsorgane der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU zugeschnitten. So liefert er ausländischen Betrieben, welche im Rahmen des Freizügigkeitsabkommen Personal in die Schweiz entsenden, Anhaltspunkte zu den üblichen Löhnen in der Schweiz. Zudem ist er ein wichtiges Arbeitsinstrument für die kantonalen tripartiten Kommissionen, welche vom Gesetzgeber beauftragt wurden, den Arbeitsmarkt zu beobachten und Missbräuche zu bekämpfen.
 
Der Lohnrechner erhöht die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt – nicht zuletzt auch für ausländische Entsendebetriebe – und trägt zu einem effizienten Vollzug der flankierenden Massnahmen bei. Der Lohnrechner ist auf der Entsendeplattform (www.entsendung.admin.ch/Lohnrechner) abrufbar. Er ergänzt den bereits bestehenden Mindestlohnrechner für Entsendungen in Branchen mit allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen.
Dienstag, 25. September 2018

Anpassungen in der 1., 2. und 3. Säule per 01.01.2019

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21.09.0218 beschlossen, dass die AHV/IV-Renten werden per 1. Januar 2019 der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden.
 
Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1'175 auf 1'185 CHF pro Monat, die Maximalrente von 2'350 auf 2'370 CHF (Beträge bei voller Beitragsdauer). Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 19'290 CHF auf 19'450 CHF pro Jahr für Alleinstehende, von 28'935 CHF auf 29’175 CHF für Ehepaare und von 10'080 CHF auf 10'170 CHF für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.
 
Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nichterwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von 478 CHF auf 482 CHF pro Jahr erhöht, der Mindestbeitrag für die freiwillige AHV/IV von 914 CHF auf 922 CHF.
 
Hierdurch ändern sich die Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge wie folgt:
 
                                                                       Bisher              ab 01.01.2019
  Eintrittsschwelle:                              21‘150 CHF                   21‘330 CHF
  Koordinationsabzug:                        24‘675 CHF                  24‘885 CHF
  BVG-Obergrenze:                              84‘600 CHF                  85‘320 CHF
  Minimal versicherter Lohn                3‘525 CHF                    3‘555 CHF
  Maximal versicherter Lohn:            59‘925 CHF                  60‘435 CHF
 
Montag, 10. September 2018

Erfreuliche Kehrtwende bei der RTV-Abgabe

Mit der letzten MWST-Abrechnung hatten wir Sie über Neuerungen bei der MWST Schweiz informiert und auf die neue Abgabe für Radio und Fernsehen (RTV-Abgabe) ab dem Jahr 2019 hingewiesen. Die RTV-Abgabe sollte für alle in der Schweiz MWST-pflichtigen Unternehmen anfallen.
 
Am 30. August 2018 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hierzu jedoch eine erfreuliche Kehrtwende gemacht und beschlossen, dass ausländische Unternehmen, die keine Niederlassung in der Schweiz haben, nun doch nicht von der RTV-Abgabe betroffen sein sollen. D.h. ausländische Unternehmen ohne Sitz und ohne Betriebsstätte in der Schweiz, aber mit MWST-Pflicht in der Schweiz, werden nicht RTV-abgabepflichtig.
 
Für mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen mit einer Niederlassung in der Schweiz bleibt die Regelung dagegen unverändert: Bei einem weltweiten Mindestumsatz von CHF 500‘000 müssen sie die RTV-Abgabe entrichten.
 
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.
Dienstag, 3. Juli 2018

Online-MWST-Abrechnung wird zum Standard

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat angekündigt, dass die MWST-Abrechnungen demnächst nur noch online eingereicht werden können. Wir gehen davon aus, dass die Umstellung auf die Online-MWST-Abrechnung bereits ab nächstem Jahr erfolgen wird. Das Papierformular wird somit abgelöst. Nur in Ausnahmefällen wird es in Zukunft möglich sein, dieses bei der ESTV zu bestellen und einzureichen.
 
Daher werden wir auch Ihre MWST-Abrechnungen in den nächsten Monaten gerne auf das Online-Verfahren umstellen.
Mittwoch, 25. Oktober 2017

Info-Kompakt "Umsatzsteuerliche Änderungen in der Schweiz ab 2018 und was vor allem Handwerker zu beachten haben"

Schweizer Kunden schätzen die hohe Handwerksqualität und die Zuverlässigkeit deutscher Betriebe und richten daher auch zunehmend Anfragen an Dienstleister aus Deutschland. Wer solche Aufträge annehmen will, sollte sich aber vorher mit den vielfältigen Bestimmungen, die ausländische Betriebe in der Schweiz beachten müssen und die schon bei der Kalkulation der Kosten eine wichtige Rolle spielen, vertraut machen.
 
Jürgen Brombacher und Ivan Sasso von der VITAN Treuhand in Weil am Rhein und Riehen geben einen Überblick über die aktuellen Regelungen in der Schweiz und in Deutschland.
 
Frau Dr. Pertschy, EU-Beraterin bei der Handwerkskammer, wird die Veranstaltung ergänzen mit Details zu melderechtlichen Bestimmungen, welche bei der Auftragsabwicklung in der Schweiz zu beachten sind.
 
Die Veranstaltung findet im Vortragsraum der Sparkasse Markgräflerland, Hauptstraße 279 in Weil am Rhein statt.
 
Die Unterlagen der Präsentationen können Sie bei Interesse gerne bei uns anfordern.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an!  Telefon + 41 61 645 50 60

Vitan Treuhand-GmbH | Vitan Revisions-GmbH | Hauptstrasse 29 | 79576 Weil am Rhein | www.vitan.de | info@vitan.de

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